Über IMPACT

Hintergrund:

Prostatakrebs ist die nach Lungenkrebs am zweithäufigsten diagnostizierte Krebserkrankung des Mannes Krebs und mit 650.000 Fällen pro Jahr für ein Zehntel aller Krebserkrankungen beim Mann verantwortlich. Die Inzidenz von Prostatakrebs ist in der westlichen Hemisphäre besonders hoch; allein in der Europäischen Union werden jährlich bei ca. 200.000 Männern mit Prostatakrebs diagnostiziert.

Über die Ursachen des Prostatakarzinoms ist sehr wenig bekannt, allerdings weiß man, dass Krebsfälle in der Familie, insbesondere Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs, einen wichtigen Risikofaktor für die Entstehung der Erkrankung darstellen. Weitere Informationen über erbliche Veranlagung und Prostatakrebs finden Sie unter Ursachen des Prostatakrebs und Genetik und Krebs auf dieser Website.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Männer mit einer Genveränderung am Breast-Cancer-1- (BRCA1) oder Breast-Cancer-2-Gen ¬(BRCA2) ein erhöhtes Risiko haben, an Prostatakrebs zu erkranken; man denkt auch, dass Männer mit dieser Veränderung möglicherweise ein höheres Risiko tragen, eine aggressivere (schneller wachsende) Form der Krankheit zu bekommen.

Die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) hat sich seit ihrer Einführung in den 80er Jahren zur tragenden Säule der Prostatakrebsdiagnostik entwickelt. Gegenwärtig ist diese Methode das einzig verfügbare Instrument zur Prostatakrebsfrüherkennung, Da jedoch die PSA-Werterhöhung nicht spezifisch für Prostatakrebs ist und auch bei Patienten mit nicht-malignen (gutartigen) Erkrankungen der Prostata oder der ableitenden Harnwege erhöht sein kann, wird ihr Einsatz in wissenschaftlichen Kreisen kontrovers diskutiert. Weiterführende Informationen zur PSA-Bestimmung finden Sie unter den links Diagnostik des Prostatakarzinoms und PSA-Debatte.

Zielsetzung:

Die international durchgeführte IMPACT Studie soll zeigen, ob gezielte Maßnahmen zur Prostatakrebsfrüherkennung bei dem Risikokollektiv mit BRCA-1- oder BRCA-2-Gendefekt zu einer früheren Diagnose und einer längeren Überlebensdauer führen. Weitere Ziele der Studie bestehen darin herauszufinden, ob die Träger dieser genetischen Veränderungen aggressivere (schnellwachsende) Formen der Erkrankung im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung entwickeln und ob sie mit höherer Wahrscheinlichkeit an den Folgen des Prostatakarzinoms versterben.
Ablauf und Kontact:

In Großbritannien hat die Rekrutierung von Patienten für die IMPACT-Studie bereits im Jahr 2005 begonnen. In Deutschland wird eine Teilnahme an der IMPACT Studie ab Sommer 2007 vorbereitet. Männer, die für die Teilnahme an der Studie infrage kommen, werden durch mitarbeitende genetische Ambulanzen ermittelt und kontaktiert. Unter Örtliche Kontaktinformationen finden Sie eine Liste aller Beratungsstellen, die gegenwärtig Patienten für die IMPACT-Studie rekrutieren.

Die Rekrutierung in anderen Teilen der Welt soll noch vor Ende 2006 beginnen. Unter Örtliche Kontaktinformationen dieser Website finden Sie weitere Informationen über alle Länder, die an der internationalen IMPACT-Studie teilnehmen.

Wenn Sie an der IMPACT-Studie teilnehmen möchten, beachten Sie bitte auch die Teilnahmekriterien und die Seite Wie man teilnimmt; Hier erfahren Sie, ob Sie als Studienteilnehmer in Frage kommen.

Das Patienteninformationsblatt gibt Ihnen zusätzlich einen guten Überblick über den Studienablauf.

Wenn Sie die Teilnahmekriterien der Studie erfüllen und Ihr Interesse an einer Teilnahme bekunden möchten, können Sie entweder mit Ihrem IMPACT-Forschungsteam vor Ort (s. bitte unter Örtliche Kontaktinformationen, wo Sie eine Liste aller Länder und Beratungsstellen finden, die zurzeit an der IMPACT-Studie teilnehmen) oder direkt mit der IMPACT-Studienkoordinatorin Kontakt aufnehmen. (Leider können die IMPACT-Studienkoordinatorinnen in Großbritannien sich nur auf Englisch mit Ihnen unterhalten.)


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